Suchmaschinenoptimierung: schnell, gut … und günstig?

Günstiges SEO schnell und gut: Was man erwarten sollte

Warum SEO nicht billig sein sollte

Kennen Sie das „Projekt-Dreieck“? Es besteht aus den drei wichtigsten beeinflussbaren Größen eines Projekts: Zeit, Preis und Qualität. Es zeigt sehr klar, dass Sie sich entscheiden müssen, worauf Sie Ihren Schwerpunkt legen möchten. Speziell auf die Suchmaschinenoptimierung lässt sich das gut übertragen.

Sind Ihnen schnelle Ergebnisse am wichtigsten?

Suchmaschinenoptimierung setzt viel Erfahrung und Handarbeit voraus (mitunter auch einige teure Tools). Stellen Sie sich einmal vor, eine einmalig für Suchmaschinen optimierte Website würde in kürzester Zeit eine Top Platzierung bei Google erreichen. Von ganz hinten nach ganz vorne in einem Monat. Dann würde jeder Website-Betreiber exakt die gleichen Anpassungen vornehmen und müsste dann ebenfalls unter den ersten Ergebnissen platziert werden. Es gibt aber nur eine erste Ergebnisseite und täglich kommen neue Websites hinzu. Die Kriterien müssen folglich immer härter werden. Die „Bewährungszeit“ wird länger.
Suchmaschinenoptimierung kann nicht sofort wirken. Es braucht seine Zeit, bis dauerhafte Bemühungen dazu führen, dass eine Website sich einen der begehrten Plätze erobert. Natürlich möchten Sie als Kunde eine kontinuierliche Verbesserung bzw. Beibehaltung von guten Platzierungen Ihrer Website sehen. Abkürzungen sind aber nur durch Tricks möglich. Fallen diese auf, haben Sie als Website-Betreiber ein Problem. Dann stehen Sie vielleicht schlechter da, als dies ganz ohne Suchmaschinenoptimierung der Fall gewesen wäre.

Muss Suchmaschinenoptimierung vor allem günstig sein?

Wie schon gesagt setzen die meisten Suchmaschinenoptimierer Systeme ein, die Platzierungen überwachen, Mitbewerber analysieren, geeignete Keywords recherchieren und so weiter. Zudem müssen sich SEOs permanent fortbilden, austauschen und über die sich ständig ändernden Bedingungen auf dem Laufenden halten. Als Kunde kaufen Sie sich somit das (hoffentlich) erarbeitete Fachwissen eines Experten ein. Zudem ist Suchmaschinenoptimierung eine zeitintensive Arbeit und keine einmalige Aktion.
Wenn eine gute Sichtbarkeit Ihrer Website wichtig für Ihren geschäftlichen Erfolg ist und Sie auf diese Weise Ihren Umsatz spürbar steigern können, sollten nicht die Kosten sondern die effektive Höhe des Zugewinns auf Dauer ausschlaggebend sein.

Legen Sie vor allem Wert auf die Qualität?

Wann ist die laufende Arbeit zur Suchmaschinenoptimierung als gut zu bezeichnen? Sehr schnell ist – wie beschrieben – nicht mit sichtbaren Ergebnissen zu rechnen. Doch nach einiger Zeit muss eine Tendenz erkennbar werden. Natürlich dient SEO letzten Endes ’nur‘ einer Verbesserung der Platzierung Ihrer Website in Suchmaschinen. Ihre Produkte oder Dienste verkaufen sich darum nicht besser. Doch mit einer fortwährenden Optimierung durch einen erfahrenen Dienstleister erhöht sich die Sichtbarkeit Ihrer Website in Suchmaschinen zunehmend. Ein guter Suchmaschinenoptimierer hilft Ihnen nicht mit kurzfristigen Tricks oder den zahlreich verfügbaren Mogeleien. So entgehen Sie sicher der Gefahr, von Google und anderen ausgeperrt zu werden oder auf die hinteren Plätze der Suchergebnisse zwangsversetzt zu werden.

Wenn Sie bereit sind, mindestens ein paar hundert Euro im Monat zu investieren und keine Wunder erwarten, werden Sie sich in vielen Fällen über gute Ergebnisse freuen können. Wer den Spagat zwischen zwei Eigenschaften anstrebt, muss gänzlich auf die dritte Eigenschaft verzichten. Wer sich alles auf einmal wünscht, ist später wahrscheinlich mit keinem der Punkte wirklich zufrieden.
Übrigens: Auf Wikipedia wird das Projekt-Dreieck sehr ausführlich dargestellt.

Wie funktioniert Google Ads?

Google Ads (Adwords) Funktionsweise - Wie funktioniert Google Ads?

So funktioniert Suchmaschinenwerbung mit Google Ads

Google Ads ist das größte und bekannteste Werbesystem im Internet. Mithilfe von Google Ads (ehemals Google AdWords) schaltet man Werbeanzeigen (meistens in Textform) auf den Ergebnisseiten von Google sowie thematisch passenden Fremdseiten. Das kostenpflichtige Werbeangebot von Google gehört – anders aus die Suchmaschinenoptimierung – zum Bereich der Suchmaschinenwerbung innerhalb des Suchmaschinenmarketing. Die entstehenden Kosten sind dabei an den Erfolg der Kampagne gekoppelt. Nur wenn eine Werbeanzeige angeklickt und somit der klickende Internet-Nutzer auf die Website des Werbetreibenden weitergeleitet wird, fällt ein variabler Klickpreis an.

Im Folgenden werde ich Ablauf und Funktion von Google Ads in vereinfachter Weise erklären:

Wo bewerbe ich mein Angebot am besten?

Wir alle werden ständig mit Werbung bombardiert. Viel davon erreicht uns völlig ungefragt und im falschen Moment. Wir sind an den meisten Angeboten garnicht interessiert, sind nicht die richtige Zielgruppe. Werbung kann aber nur auf die richtige Zielgruppe erfolgreich wirken. Im Fall einer Anwaltskanzlei also zum Beispiel auf Menschen, die sich für eine juristische Beratung interessieren oder darüber nachdenken, einen Anwalt zu beauftragen. Solche Menschen besuchen Foren, Bewertungsportale und zahlreiche andere Internetseiten zum Thema Recht. Außerdem suchen Interessenten natürlich in Suchmaschinen und Verzeichnissen. Hier sollte ein Anwalt also seine Werbung platzieren.

Wie kommt meine Werbung mit Google Ads auf die richtigen Internetseiten?

Nahezu alle Suchmaschinen blenden Werbeanzeigen (Ads) ein. Google und seine Netzwerkpartner, wie T-Online, GMX, Web.de und viele andere, decken etwa 90% des deutschen Suchmarkts ab. Dieses Suchnetzwerk bietet die Möglichkeit, Stichwort-bezogene (= Keyword-bezogene) Anzeigen überall dort zu platzieren, wo sie ins Suchumfeld passen, ohne dass der Werbekunde sich selbst um die Auswahl der Suchmaschinen oder jede einzelne potentielle Suchanfrage kümmern muss.

Außerdem verfügt Google Ads über ein gigantisches Netzwerk an Werbe-Distributoren. Viele Millionen kleine und große Website-Betreiber – vom privaten Themen-Blog bis zu SPIEGEL Online – haben nämlich einen bestimmten Code (Google AdSense) in ihre Internetseiten integriert. Über diesen wird jede einzelne Unterseite identifiziert und sehr detailliert bestimmten Themenbereich zugeordnet. Bei Aufruf einer solchen Seite blendet Google dort geeignete Werbung ein. Wird eine solche Werbeanzeige angeklickt, erhält der Betreiber der Seite einen Teil des Klickpreises von Google. Man muss auf diese Weise nicht jeden einzelnen Betreiber einer Website kontaktieren oder bezahlen. Viel einfach ist es, Anzeigen über Google Ads zu schalten, da Google bereits mit jedem Website-Betreiber vertraglich verbunden ist.

Was sind Google Ads Anzeigen?

Google Ads sind bezahlte (Text-)Anzeigen auf thematisch relevanten Internetseiten bzw. Ergebnisseiten auf Google und anderen, die einen Link auf die eigene Website enthalten. Bezahlt wird in der Regel nach dem Pay-Per-Click Verfahren, also nur für einen Klick auf den Anzeigenlink. Die bloße Einblendung eines Links bzw. einer Anzeige ist also kostenfrei. Google Ads Anzeigen bestehen (sofern es sich um Textanzeigen handelt) meistens aus den Teilen Überschrift und Werbetext, wobei jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Zeichen zulässig ist. Hinzu kommt eine anzuzeigende Internetadresse sowie optionale Erweiterungen, wie etwa die Telefonnummer oder eine Liste angebotener Leistungen. Diese Elemente stehen also dem Werbetreibenden zur Verfügung. Gruppiert nach thematischen Inhalten oder anderen Merkmalen kann er mehrere Werbeanzeigen in einer Anzeigengruppe zusammenstellen.

Je nach Wunsch kann der Werbekunde natürlich später weitere Ads erstellen und über Google Ads an geeigneten Stellen platzieren lassen. Auf Wunsch errechnet die künstliche Intelligenz von Google sogar, welche Anzeige in einer bestimmten Situation am wahrscheinlichsten zu dem gewünschten Kampagnenziel führt und blendet die vermutlich beste Anzeige einer vorgegebenen Auswahl ein.

Woher weiß meine Google Ads Anzeige, wo sie eingeblendet werden soll?

Der Werbetreibende muss zunächst recherchieren, nach welchen Begriffen Menschen tatsächlich suchen, wenn sie an einer zu bewerbenden Leistung oder einem Produkt interessiert sind. Das bedeutet, er versucht herauszufinden, welche Begriffe sie in Suchmaschinen eingeben. Ist es zum Beispiel „Arbeitsrechtsanwalt“ oder eher  „Anwalt für Arbeitsrecht“? Sind es Oberbegriffe wie „Abfindung“ oder vielleicht detaillierte Phrasen wie „Abfindung nach betriebsbedingter Kündigung einklagen“? Meistens sind es natürlich mehrere Begriffe und Phrasen in unterschiedlichem Maße. So generiert er eine Liste geeigneter Stichworte – sogenannter Keywords. Anhand seiner Liste kann er anschließend bei Google Ads Gebote auf jeden einzelnen Begriff abgeben. Das bedeutet, er bietet beispielsweise 3,50 Euro für jeden Klick, wenn der Interessent auf Google die Worte „Rechtsanwalt Kündigung Frankfurt“ gesucht hat. Für das viel allgemeinere Wort „Anwalt“ bietet er hingegen nur 50 Cent. Anhand der Gebote aller Werbekunden und einer Reihe anderer Faktoren errechnet Google Ads für jedes einzelne Keyword, an welcher Stelle der Anzeigen-Liste die eingebuchte Werbeanzeige erscheint. Bieten z. B. zwei andere Werbekunden für ein Keyword mehr Geld für einen Klick, so erscheint die eigene Anzeige auf Rang drei (Anm.: Sehr vereinfacht ausgedrückt).

Sobald nun ein Internetnutzer bei Google zum Beispiel nach „Anwalt Köln“ sucht oder Seiten aufruft, die sich primär mit juristischen Themen beschäftigen und den Code von Google eingesetzt haben (siehe oben), werden ihm Werbeanzeigen eingeblendet, bei denen auf das Keyword „Anwalt Köln“ ein Gebot abgegeben wurde. Entscheidet sich der Betrachter, auf eine der Anzeigen zu klicken, wird der Klickpreis dem Werbetreibenden in Rechnung gestellt, dessen Anzeige angeklickt wurde. Dieser Klickpreis hat maximal die Höhe des durch den Werbekunden festgelegten Gebots. Alle anderen Werbetreibenden erhalten keinen Besucher vermittelt, müssen aber auch nichts bezahlen.

Wie kontrolliere ich meine Google Ads Werbeausgaben?

Selbstverständlich hat jeder Werbekunde immer den vollen Überblick über die erfolgten Klicks und laufenden Kosten. Hierfür gibt es flexibel kombinierbare und recht aussagekräftige Berichte. Natürlich stellt Google Ads aber auch diverse Möglichkeiten zur Verfügung, um die Ausgaben zu limitieren. Neben der Beschränkung des maximalen Klickpreises (CPC Gebot) kann man auch ein Tageslimit für die einzelne Kampagne oder das gesamte Google Ads Konto festlegen. So wird sichergestellt, dass die Ausgaben niemals über einen frei wählbaren Betrag hinaus gehen.

Fazit: Vor- und Nachteile von Google Ads

Die von Google Ads praktizierte Pay-Per-Click Abrechnung („Bezahlen-pro-Klick“) bedeutet, es entstehen keine Kosten für die Einblendung der Werbung. Das zu bewerbende Angebot erscheint unter Umständen viele Male bei Suchvorgängen von Interessenten, ohne das hierfür ein Cent zu zahlen ist. Eine Berechnung erfolgt nur bei einem über den Klick auf die Anzeige vermittelten Besucher der Website. Außerdem können Anzeigen flexibel und in Echtzeit angepasst und optimiert werden, um eine immer bessere Erfolgsquote zu ermöglichen oder sich veränderten Bedingungen anzupassen.

Allerdings ist diese Form des Online Marketing gerade durch diese Faktoren auch nur so lange erfolgreich, wie man als Werbekunde Geld für jeden einzelnen Klick zahlt. Im Gegensatz zur Suchmaschinenoptimierung verschwindet der Werbekunde quasi spurlos aus der (Anzeigenliste der) Suchmaschine, wenn die Zahlungen eingestellt oder die Kampagne beendet wird.

Google Ads Kosten extrem reduzieren

Google Ads Kosten extrem reduzieren - aber wie?

Lassen sich Google Ads Kosten auf unter € 100,- drücken?

Diverse Agenturen bieten Google Ads Kampagnen zu Discounter-Preisen an. Es klingt auch sehr verlockend: Für weniger als 100,- Euro übernimmt irgendwer die ganze Arbeit der Google Ads für Sie. Aber wenn man weiß, wie viel Zeit das Aufsetzen und die Betreuung von Google Ads Kampagnen in Anspruch nimmt, wird schnell klar, dass es einen Haken geben muss. Aber welchen?

Was beinhaltet ein Google Ads Auftrag?

Das Aufsetzen einer Kampagne in Google Ads (ehemals Google Adwords), der Werbeplattform von Google, ist zeitaufwändig, wenn es professionell gemacht wird. Es setzt eine eingehende Beschäftigung mit dem gesamten zu bewerbenden Themenfeld voraus. Viel Recherche und Vorarbeit also. Dann folgt das Setup, also das Aufsetzen möglichst fein gegliederter Kampagnen. Hier gibt es eine Vielzahl an Einstellungen, die günstig oder weniger günstig für den Erfolg der Kampagne sind. Irgendwelche Master-Kampagnen, die man kopieren kann, um sich die Arbeit zu erleichtern, gibt es nur sehr begrenzt. Auch im laufenden Betrieb müssen die meisten Kampagnen häufig kontrolliert, an die ständig neuen Möglichkeiten und Anforderungen angepasst und auch inhaltlich fortlaufend optimiert werden. Manche Arbeit kann man sich durch entsprechende Tools abnehmen lassen, aber dann entstehen die Kosten weniger in der eingesetzten Zeit und dafür mehr in der Nutzung teilweise sehr teurer Software.

Ein umfassender Google Ads Auftrag beinhaltet also die detaillierte Vorarbeit, das initiale Aufsetzen der Kampagnen sowie die dauerhafte Anpassung.

Google Ads Kosten: Vorsicht bei Billig-Angeboten

Wenn Ihnen eine Agentur also das Aufsetzen und Administrieren eines Google Ads Kontos für pauschale Preise anbietet, die noch dazu auffallend günstig klingen („Google Ads Werbung für 99,- Euro/Monat“), sollten Sie vorsichtig sein. Der oben beschriebene Aufwand ist für solche Preise nicht rentabel zu betreiben. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Anbieter unseriös sein muss. Möglicherweise betreibt er eine Mischkalkulation oder erhofft sich Zusatzgeschäfte. Auch hier ist Vorsicht geboten.

Eine beliebte Methode der Kostenerhöhung liegt in der thematischen Begrenzung. Wenn Sie beispielsweise Ihre HNO-Arztpraxis bewerben möchten, erstellt und administriert die Agentur lediglich für einen Teilbereich oder das generische Thema „HNO-Arzt“ eine Kampagne für den monatlichen Pauschalpreis. Falls Sie aber auch die eine oder andere zusätzliche IgeL Leistung über Google Ads kommunizieren möchten, müssen Sie weitere Kampagnen buchen. Die Monatspauschale fällt dann entsprechend vielfach an.

Ebenfalls häufig praktiziert wird die Gewinnmaximierung über das Werbebudget. Die meisten Google Ads Discounter haben Verträge mit Google und erhalten besondere Konditionen, weil sie riesige Volumina an Klicks kaufen. Während also der Klickpreis regulär bei beispielhaften zwei Euro liegt, zahlt die Agentur de facto deutlich weniger. Ihnen als Kunde der Agentur berechnet diese jedoch den regulären Preis. Außerdem werden Sie häufig zu monatlichen Mindest-Budgets verpflichtet. Sie müssen also monatlich mehrere hundert Euro Werbebudget ausgeben, von dem die Agentur dann den mit Google vereinbarten Rabatt einbehält.

In praktisch jedem Fall geht ein so niedriger Pauschalpreis mit einem reduzierten Service und einem geringeren Grad an Individualisierung einher. Häufig wechselnde Ansprechpartner, kaum manuelle Optimierung und wenig Interesse an einer individuellen Betreuung sind die Folge.

Google Ads Kosten gesenkt? Eher nicht.

Fazit: Zufrieden wird, wer wenig erwartet

Wenn Sie ein einziges Thema bewerben möchten und wenig Wert auf eine persönliche Betreuung legen, kann ein Google Ads Billig-Angebot für Sie geeignet sein. Solange Ihnen bewusst ist, dass Sie eine nahezu voll automatisierte Kampagnenoptimierung erhalten und bereit sind, das meiste Geld Ihres Mediabudgets in eher grob gestreute Klickgebühren anstatt in eine ganzheitliche und individuelle Optimierung der Kampagnen zu investieren, werden Sie vermutlich zufrieden sein.